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Ehrenamtliches Engagement in unserer Gemeinde

Gemeindekitt

Keine Gesellschaft – und damit auch keine Kirchengemeinde – ist überlebensfähig ohne Menschen, die sich in ihr engagieren.

Natürlich gibt es Männer und Frauen, die für das, was sie tun, Geld bekommen – das sind die wenigen haupt- und nebenamtlichen Mitarbeiter. Ohne die ginge es nicht. Aber ihnen zur Seite steht eine große Menge Gemeindemitglieder, die diese Arbeit unterstützen oder gar eigene Arbeitsbereiche ausfüllen, die sonst nicht abgedeckt wären. Immer wieder deutlich wird dies, wenn sich die ehrenamtlich Mitarbeitenden um Epiphanias herum zum Dankeschön-Abend im Melanchthon-Gemeindehaus treffen – die Gemeinde bedankt sich bei der Gemeinde für die vielfältigen Einsätze. Gegenseitiges Schulterklopfen gehört eben auch dazu.

In der Tat ginge nichts in der Gemeinde ohne das Ehrenamt. Kirchengemeinderat, Ausschüsse, kleine Kasse, Bauabwicklung, Besuchskreis, Topp im Kopp, Gartengestaltung, Café-Arbeit, Eine-Welt-Initiativen, Gottesdienstvertretung, Basar, Kinderkleidermarkt, Austragen dieses Gemeindebriefs, Blumenschmuck des Altars usw.: Alles ehrenamtlich. Alles aus Interesse und Spaß an der Sache, um die es geht. Von den zahlreichen Sängern und Musikern einmal zu schweigen, die das Profil unserer Gemeinde nach innen und außen intensiv schärfen.

Zählt man durch, kommen wir da in unserer Melanchthon-Gemeinde schnell auf weit über zweihundert Frauen und Männer, die ihre jeweiligen Gaben im Rahmen ihrer zeitlichen Möglichkeiten einbringen.

Lohnt es sich, sich ehrenamtlich zu engagieren? Offensichtlich. Es gibt viele gute Gründe für ein Engagement: Die Gesellschaft mitzugestalten, jemandem etwas Gutes zu tun, Kontakte zu knüpfen, Neues zu lernen, Erfahrungen zu machen – und natürlich auch: Erfolgserlebnisse zu haben, indem man die „freie“ Zeit sinnvoll gestaltet. Es geht darum, Spaß zu haben, aktiv teilzuhaben an der Gestaltung der Gemeinde, der Kirche. Und, gerade bei uns im kirchlichen Bereich: Zu wissen, dass die Arbeit in der Gemeinde Teil des Gottesdienstes ist, Dienst an Gott, Gottes Dienst am Menschen durch Menschen. Mag diese „religiöse“ Komponente manchem auch nicht so wichtig sein – sie ist da und dürfte für viele der Motor ihrer Mitarbeit bei uns sein.

Vielleicht auch für Sie? Gut, eine Gefahr gibt es allerdings: Ehrenamt kann auf beiden Seiten süchtig machen. Man muss lernen, sich sehr deutlich abzugrenzen, wenn man merkt: Die Ansprüche werden größer und größer, ich arbeite hart an der Grenze dessen, was ich kann und was ich geben möchte. Aber Nein sagen zu können gehört auch dazu. Und niemand nimmt es übel.