Sachspenden-Aufruf für Menschen auf Kuba

Vom 14.-28. März 2026 war ich Teil einer Gruppe, die Bildungsurlaub auf Kuba gemacht hat. Ich erlebte ein Land, das seit Januar 2026 kein Öl mehr importieren kann. Die US-Politik hat auf Kuba einen Zustand herbeigeführt, der klar und deutlich eine humanitäre Katastrophe in Kauf nimmt. Ich erlebte ein Land ohne sichere Energieversorgung, ohne Transportmöglichkeiten, da das notwendige Benzin fehlt, und vor allem ohne Medikamente oder Hygieneartikel. Bereits vor Beginn der Reise haben wir (9 Teilnehmende) in Deutschland Spenden gesammelt und mitgenommen. Insgesamt haben wir 2 Koffer (46 kg) voller Medikamente, Kleidung und Hygieneartikel den Menschen auf Kuba übergeben können. Es war ein Tropfen auf einen sehr heißen Stein und es war mehr als ein nur Bildungsurlaub – für mich war es eine emotionale Herausforderung und hinterließ ein bitteres, fades Gefühl der Hilflosigkeit. Von Urlaub keine Spur. Ich erlebte fröhliche und herzliche Menschen, eine tolle Land-schaft und unbeschreibliche Leere in Havanna und den Dörfern. Nach dem Besuch einer Kirche in Havanna, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kindern und hilfebedürftigen Menschen zu helfen, war mir klar, dass etwas getan werden muss.

Ich würde mich sehr freuen, wenn wir als Gemeinde den Menschen vor Ort mit Sachspenden helfen. Wenn Sie nicht mehr notwendige Hilfsmittel, noch nicht abgelaufene, aber nicht mehr notwendige Medikamente, Hygieneartikel u.v.m. haben, so können Sie diese in der Zeit vom 29. Juni bis 2. Juli während der Öffnungszeiten des Gemeindebüros zum Gemeindehaus bringen und außerdem am 28. Juni nach dem Gottesdienst abgeben. Ich werde sie dort abholen und dafür Sorge tragen, dass sie sicher nach Kuba, direkt zu den Menschen, zu den Kindern kommen werden. Über die Bernhard-Adolph-Stiftung kann der Weg bereitet werden, dass diese Hilfsmittel direkt an den Ort ihrer Bestimmung gelangen.

Angela Gericke